SARS-CoV-2. Illustration: CDC / Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAMS

Infektions-Vorsorge

 

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation bleibt die NABU-Naturschutzstation vorerst für Besucher geschlossen, gegenwärtig sind alle Veranstaltungen und Aktionen abgesagt. In dringenden Fällen erreichen Sie den NABU Leipzig telefonisch unter 0341 6884477 (Anrufbeantworter) oder per E-Mail.

 

Informationen der Stadtverwaltung 



Foto: Hansjürgen Gerstner
Foto: Hansjürgen Gerstner

Natur & Co(rona)

 

Um sich und andere zu schützen, müssen weiterhin alle zuhause bleiben und Kontakte zu anderen Menschen unterlassen. Der NABU Leipzig hat seit Beginn der Pandemie einige Tipps und Informationen zu Naturerleben und Naturschutz im Internet zusammengestellt – die Rubrik wird weiter ergänzt. Auf das gemeinsame Naturerleben müssen wir zwar verzichten, aber Freude an der Natur kann durch die Corona-Krise hindurch helfen. mehr 



Gehörnte Mauerbienen bitte melden

NABU Leipzig sammelt Daten für den Insektenschutz

Männchen und Weibchen der Gehörnten Mauerbiene bei der Paarung. Foto: Sabrina Rötsch
Männchen und Weibchen der Gehörnten Mauerbiene bei der Paarung. Foto: Sabrina Rötsch

Zu den früh im Jahr fliegenden Wildbienen gehört die Gehörnte Mauerbiene. Die Weibchen sind rund 1,5 cm groß und erinnern an eine kleine Hummel. Der Körper ist schwarz, der Hinterleib rostrot behaart, am Vorderkopf haben sie zwei kleine „Hörner“, worauf sich der Name dieser Bienenart bezieht. Die Männchen sind etwas kleiner und an ihrer weißen Gesichtsbehaarung zu erkennen. Aufgrund des Lebensraumverlustes sind viele Wildbienenarten gefährdet, die Gehörnte Mauerbiene kann man aber noch relativ leicht beobachten. Daher bittet der NABU Leipzig darum, Beobachtungen der Gehörnten Mauerbiene zu melden, am besten per E-Mail, gerne auch mit einem Foto oder mit einem Video von den interessanten Insekten. Mit der Aktion will der NABU auf die Insekten aufmerksam machen, für die Bedürfnisse der Wildbienen sensibilisieren und Daten für den Insektenschutz sammeln. Weiterlesen


Viel Abfall und viel Abstand

Müllsammelaktion unter Coronabedingungen

Paradoxe Umweltverschmutzung: Sogar eine Mülltonne war unter dem Müll. Foto: Beatrice Jeschke
Paradoxe Umweltverschmutzung: Sogar eine Mülltonne war unter dem Müll. Foto: Beatrice Jeschke

Müll in der Landschaft ist ein Problem für die Umwelt und eine Gefahr für die Tierwelt. Der NABU appelliert daher an alle, Müll zu nicht illegal in der Natur abzuladen, es stehen Wertstoffhöfe und Müllsammelbehälter zur Verfügung, die man für eine zivilisierte Entsorgung nutzen kann. Das Wichtigste ist zudem Müllvermeidung. Leider folgen viele Zeitgenossen diesem Appell nicht. Gerade in Coronazeiten hat das Müllproblem sogar noch zugenommen. Um auf das Problem aufmerksam zu machen und wenigstens einen Teil des gefährlichen Abfalls wieder aus der Natur zu entfernen, ruft der NABU Leipzig regelmäßig zu Müllsammelaktionen auf. Wegen der Coronabeschränkungen sind gemeinsame, öffentliche Arbeitseinsätze leider nicht möglich, dennoch machen sich NABU-Mitglieder hier und da ans Werk. So hätte der NABU Leipzig am 27. März 2021 zu einer Müllsammlung nach Gohlis eingeladen. Das war aufgrund der Coronasituation zwar nicht möglich, aber Mitglieder von NABU und NAJU waren dennoch einzeln und mit großem Abstand zum Müllsammeln auf dem Areal unterwegs. Weiterlesen


Arbeitseinsatz für Biodiversität im Park

Pflanzaktion auf dem Buddeplatz

Gemeinsame Pflanzaktion. Foto: Stadtreinigung Leipzig
Gemeinsame Pflanzaktion. Foto: Stadtreinigung Leipzig

Parkanlagen können wertvolle Rückzugsgebiete für Mensch und Natur in der Stadt sein, sie sind aber meist durch intensive Pflege in einem naturfernen Zustand. Anliegen des NABU Leipzig ist es, durch eine naturna­he Parkgestaltung die ökologische Funktion zu verbessern und mit dem Denkmalschutz in Einklang zu bringen. Dass dies gelingen kann, zeigt eine Initiative im Buddepark in Gohlis-Mitte. Diese Anlage wird auch als Park an der Corinthstraße bezeichnet und liegt genau vor der Haustür der NABU-Natur­schutzstation. Am 16. März 2021 fand hier gemeinsam mit der Stadt­reinigung Leipzig eine Pflanzaktion für mehr Biodiver­sität statt. Auch die Denkmalpflege wurde einbezogen und dadurch war es möglich, einen Kompromiss zwischen Denkmalschutz und Naturschutz zu finden und umzusetzen. Der NABU hofft, dass nach diesem Vorbild weitere Kompromisse in den Leipziger Parkanlagen möglich sein werden. Weiterlesen


Haarige Frühlingsboten

Ein Blick in die Kinderstube der Märzmücken

Märzmücken sind Frühlingsboten. Man kann sie von März bis Mai, vor allem Ende April, beobachten. Am 25. April ist Markustag, deshalb nennt man sie auch Markusfliege. Bei der Paarung tanzen die geselligen Insekten in der Luft und bilden Schwärme. Blut saugen diese Mücken nicht, sie ernähren sich von Pflanzensäften und Nektar und bestäuben dabei Blütenpflanzen. Die Larven leben im Boden und ernähren sich von pflanzlichen Abfällen. Im Herbst gibt es Massenvorkommen der Larven an der Erdoberfläche. Weiterlesen

Larven der Märzmücke. Foto: Sabrina Rötsch
Larven der Märzmücke. Foto: Sabrina Rötsch
Weibliche Märzmücke. Foto: Birgit Emig/naturgucker.de
Weibliche Märzmücke. Foto: Birgit Emig/naturgucker.de


Holzbienen sind Frühaufsteher

Bei der Blauschwarzen Holzbiene überwintern die erwachsenen Männchen und Weibchen, deshalb sind sie bereits früh im Jahr mobil, sobald die Tage warm genug sind. Dann bauen die Weibchen Niströhren und sammeln Pollen für den Nachwuchs. Dafür benötigen sie geeignete Blütenpflanzen und altes Holz. Die fleißigen Insekten achten übrigens auf die Abstands­regeln: Sie leben solitär. Die laut brummenden großen Insekten sorgen für Aufmerksamkeit. Weiterlesen



Weltspatzentag

Der „Allerweltsvogel“ braucht mehr Schutz

Im Waldstraßenviertel steht eine Containerschule. In den Containern gibt es viele Ritzen und Nischen, die Haussperlinge als Nistplatz nutzen. Foto: Beatrice Jeschke
Im Waldstraßenviertel steht eine Containerschule. In den Containern gibt es viele Ritzen und Nischen, die Haussperlinge als Nistplatz nutzen. Foto: Beatrice Jeschke

Am 20. März ist Welttag der Spatzen. Er soll darauf aufmerksam machen, dass der einstmals allgegenwärtige Haussperling seltener wird. Auch in Leipzig führt der Bauboom, der auf die Bedürfnisse der Stadtnatur und der Wildtiere in der Stadt zu wenig Rücksicht nimmt, dazu, dass dem Sperling Nistplätze und Nahrung verloren gehen. Betroffen sind davon auch andere gebäudebewohnende Tierarten wie Fledermäuse und Mauersegler.
Mit verschiedenen Aktionen wirbt der NABU Leipzig für den Schutz von Gebäudebrütern und engagiert sich für den Erhalt ihrer Lebensräume und Nistplätze. Wer Spatzennistplätze entdeckt, wird gebeten, sie dem NABU Leipzig zu melden, damit sie besser geschützt werden können. Zudem hat der NABU Leipzig eine Checkliste für den besseren Schutz gebäudebewohnender Tierarten bei Bauarbeiten veröffentlicht.

 

Pressemitteilung     Checkliste

 

Eine gemeinsame Vogelbeobachtung beim SPATZiergang konnte 2021 aufgrund der Coronapandemie nicht stattfinden, eine NABU-Mitarbeiterin war deshalb allein unterwegs und hat Beobachtungen in Bild und Ton festgehalten. Weiterlesen


Das Rotkehlchen ist Vogel des Jahres 2021

Das Rotkehlchen ist der erste öffentlich gewählte „Vogel des Jahres“. Foto: Reimund Francke
Das Rotkehlchen ist der erste öffentlich gewählte „Vogel des Jahres“. Foto: Reimund Francke

Zum 50. Mal wurde in diesem Jahr ein Vogel des Jahres gekürt, zum Jubiläum gab es eine Premiere: Der Vogel des Jahres wurde in einem zweistufigen Verfahren gewählt. Zur Auswahl standen alle heimischen Arten und jeder in Deutschland konnte sich an der Abstimmung beteiligen – rund 450.000 Menschen haben mitgemacht. Nach dem ersten Wahlgang blieben 10 Spitzenkandidaten übrig – gewonnen hat am Ende das Rotkehlchen. Auch in Leipzig ist es an vielen Stellen zuhause und begeistert die Menschen mit seinem feinen Gesang und dem prächtigen Anblick. Leider gehen auch diesem Vogel mehr und mehr Lebensräume verloren und aufgrund des Insektensterbens droht Nahrungsmangel.


Im weiteren Verlauf des Jahres wird der NABU Leipzig weiter über das Rotkehlchen in unserer Stadt informieren, sofern es möglich ist, sind auch Vortrag und Exkursion geplant. Weiterlesen


Rettungsplan für die Leipziger Aue

Gemeinsames Positionspapier von Umweltverbänden, Behörden und Wissenschaft

Ein Hauptproblem des Auwalds ist die Neue Luppe. Der künstlich angelegte Kanal sorgt für eine Entwässerung der Auenlandschaft. Foto: André Künzelmann/UFZ
Ein Hauptproblem des Auwalds ist die Neue Luppe. Der künstlich angelegte Kanal sorgt für eine Entwässerung der Auenlandschaft. Foto: André Künzelmann/UFZ

Maßgeblich auf Initiative von Prof. Dr. Christian Wirth vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) hat der NABU Sachsen zusammen mit anderen Verbänden sowie Vertretern aus zuständigen Kommunal- und Fachbehörden eine „Vision“ als naturschutzfachliches Leitbild für die Auenentwicklung in und um Leipzig entwickelt. Das Ergebnis ist ein 63-seitiges Diskussionspapier mit dem Titel „Dynamik als Leitprinzip zur Revitalisierung des Leipziger Auensystems“. Sachsens Umweltminister Günther würdigte das Papier als fundierte Grundlage und kündigte weitere Schritte an. In zehn Thesen stellen die Autoren Leitlinien vor, auf deren Grundlage detaillierte Konzepte für die Wiederbelebung der Auen erarbeitet werden können. Denn das Auensystem entlang der Weißen Elster, Pleiße und Luppe ist seit Jahrzehnten von seinem wichtigsten Element abgeschnitten: dem Wasser. Der Wald trocknet buchstäblich aus, verliert seine charakteristischen Baumarten und deren Bewohner. Weiterlesen


Gewässerretter in Aktion

Müllsammlungen für Natur und Umwelt

Unter anderem wurden Glasflaschen, Scherben und Zigarettenstummel eingesammelt. Foto: NABU Leipzig
Unter anderem wurden Glasflaschen, Scherben und Zigarettenstummel eingesammelt. Foto: NABU Leipzig

Zu wenig Wasser und zu viel Müll – darunter leiden viele Leipziger Stadtgewässer. Um dagegen ein Zeichen zu setzen und einige wertvolle Gewässer von Müll zu befreien, lädt der NABU Leipzig immer wieder zu Mitmachaktionen ein. Am 5. September 2020 wurde auf diese Weise der Teich im Stötteritzer Wäldchen weitgehend von Unrat befreit. Zur gleichen Zeit war die Naturschutzjugend NAJU ebenfalls im Müllsammeleinsatz entlang des Burgauenbachs. Das Gewässer wird von der NAJU regemäßig kontrolliert und im Rahmen einer Gewässerpatenschaft betreut. Weiterlesen

 

31 fleißige Gewässerretter waren beim ICCD 2020 im Müllsammeleinsatz am Elsterbecken. Foto: Ludo Van den Bogaert
31 fleißige Gewässerretter waren beim ICCD 2020 im Müllsammeleinsatz am Elsterbecken. Foto: Ludo Van den Bogaert

Am 19. September 2020 beteiligten sich NABU und NAJU Leipzig wieder mit einer Müllsammlung am Elsterbecken am Internationalen Küstenreinigungstag, der alljährlich stattfindet, um auf die Vermüllung der Ozeane Aufmerksam zu machen. Weltweit sind Menschen aufgerufen, Unrat an Stränden aber auch an Flussufern einzusammeln. An den Ufern fanden die Gewässerretter beispielsweise einen Kinderwagen, ca. 300 Flaschen, Glasscherben, rund 200 Zigarettenkippen, zahllose Kronkorken, ein Blech, Nuckel, einen Schuh und unzählige Lebensmittelverpackungen.  Weiterlesen

 

 


Wie geht es dem Wald?

Exkursion im Oberholz

An markanten Punkten im Wald gab es Informationen zu unterschiedlichen Themenfeldern. Foto: NABU Leipzig
An markanten Punkten im Wald gab es Informationen zu unterschiedlichen Themenfeldern. Foto: NABU Leipzig

Die Wälder leiden unter der Klimakrise, in deren Folge es heftige Stürme, neuartige Baumkrankheiten und Schädlinge, vor allem aber Dürre und Hitze gibt. Rund um Leipzig kommen teilweise weitere menschgemachte Probleme hinzu: Flächenfraß und
-versiegelung durch Verkehrs- und Siedlungsprojekte, naturferne, eingedeichte Fließgewässer, die Folgen des Braunkohletagebaus und eine hohe Nutzung durch Freizeitaktivitäten. Es gibt aber zugleich auch verschiedene Naturschutzgebiete.

Wie geht es dem Wald in der Region Leipzig angesichts dieser Herausforderungen? Wie reagiert die Forstwirtschaft auf die aktuelle Situation, und wie wird der Wald in Zukunft aussehen? Der NABU Leipzig wollte solche Fragen gemeinsam mit dem Staatsbetrieb Sachsenforst erörtern und hatte dazu Andreas Padberg, den Leiter des Forstbezirks Leipzig, zu einer Veranstaltung am 2. September 2020 eingeladen. Der Rundgang durch den Wald zusammen mit Revierleiter Christoph Seifert führte rund zwei Stunden durch das Waldgebiet Oberholz. Weiterlesen


Nacht der Fledermäuse

Batnight 2020 auf dem Friedhof Sellerhausen

Am 28. August 2020 hatte der NABU Leipzig zur Fledermausnacht auf dem Friedhof Sellerhausen eingeladen. Um 19 Uhr begann die "Batnight" mit einem Informationsvortrag über die heimischen Fledermäuse, ihre Gefährdung und Schutzmöglichkeiten, anschließend stellte der NABU an verschiedenen Informationspunkten auf dem Friedhofsgelände die praktische Arbeit vor und die ehrenamtlichen Fledermausschützer beantworteten Fragen. Man konnte sich beispielsweise über die Ortung der Ultraschalllaute der Fledermäuse informieren, über den Fang für die wissenschaftliche Untersuchung der Fledermausbestände oder über die Pflege und Wiederauswilderung hilfsbedürftiger Exemplare. Nach Sonnenuntergang konnte man gemeinsam mit den NABU-Experten versuchen, die Fledermäuse auf dem Friedhofsgelände zu beobachten und ihre Ultraschallrufe zu belauschen. Dabei wurden mehrere unterschiedliche Fledermausarten auf dem Friedhof gefunden. Weiterlesen


Heilkräuter vor der Haustür

Exkursion auf der NABU-Streuobstwiese Knauthain

Heilkräuter auf der NABU-Streuobstwiese Knauthain wurden vorgestellt. Foto: Birgit Peil
Heilkräuter auf der NABU-Streuobstwiese Knauthain wurden vorgestellt. Foto: Birgit Peil

Am 23. August 2020 hatte der NABU Leipzig zu einer Heilpflanzenführung auf der NABU-Streuobstwiese Knauthain eingeladen. Infolge der schmetterlingsfreundlichen Pflege dieser Fläche hat sich nicht nur eine vielfältige Insektenwelt eingestellt, sondern auch eine Vielfalt von Kräutern, über deren teils erstaunliche Nutzungsmöglichkeiten Pflanzenkenner Jens Franke bei der Wiesenexkursion informierte. Anwendungsbereiche, Inhaltsstoffe, Wirkungen und Zubereitungsarten einiger Pflanzen wurden besprochen. Zudem ließ er auch Informationen über alte Gebräuche und Mythen mit einfließen. Weiterlesen


Insektensommer 2020

Zweite Runde der Zählaktion

Foto: Ina Ebert
Foto: Ina Ebert

Zweimal im Jahr ruft der NABU zur großen Insektenzählung auf, bei der jeder mitmachen kann. Beobachten und zählen kann man fast überall, gezählt wird eine Stunde lang. Ein warmer, trockener und windstiller Tag ist zum Insektenzählen am besten geeignet. Melden kann man die Beobachtungen dann online oder mit der kostenlosen App NABU-Insektenwelt.

Bei der Zählung spielen in diesem Jahr die Marienkäfer eine besondere Rolle. Die Teilnehmer sollen melden, wie oft sie den Asiatischen Marienkäfer und wie oft sie den heimischen Siebenpunktmarienkäfer entdecken können. 

Der Insektensommer mit seinen zwei Zählphasen findet dieses Jahr zum dritten Mal statt: die erste Zählphase war vom 29. Mai bis 7. Juni, nun folgt die zweite Zählphase vom 31. Juli bis 9. August. Weiterlesen

 

Um gemeinsam auf Entdeckungstour zu gehen, lädt der NABU Leipzig anlässlich des Insektensommers wieder zu Veranstaltungen ein:

Freitag, 31. Juli 2020, 10 bis 11 Uhr

Insektensommer auf der Blühwiese des Kleingärtnermuseums

Samstag, 1. August 2020, 10 bis 11.30 Uhr
Insektensommer im Golfpark Seehausen

 

Für die Teilnahme ist aufgrund der Corona-Beschränkungen eine Anmeldung und die Erfassung der Kontaktdaten der Teilnehmer notwendig. Außerdem ist bei der Veranstaltung auf die Einhaltung der Hygienemaßnahmen und auf die Einhaltung des Mindestabstandes untereinander zu achten, der NABU Leipzig bittet um das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.

 

Anmeldung telefonisch unter 0341 6884477 oder per E-Mail


Tag der Schmetterligswiesen

NABU Leipzig stellt Insektenlebensräume vor

Schachbrettfalter. Fotos: Beatrice Jeschke
Schachbrettfalter. Fotos: Beatrice Jeschke

Schmetterlinge sind seltener geworden, so wie alle Insekten! Um ihnen zu helfen wurde das sachsenweite Projekt „Puppenstuben gesucht - Blühende Wiesen für Sachsens Schmetterlinge“ gestartet. Im Blickpunkt stehen dabei acht Tagfalterarten, die durch eine angepasste Pflege von Wiesen gefördert werden, wovon aber auch andere Tierarten profitieren. Auch der NABU Leipzig beteiligt sich an diesem Projekt und hat für mehrere Wiesen die insektenfreundliche Pflege übernommen und hat in den letzten Jahren auch einige weitere Blühflächen angelegt. Vom 19. bis zum 21. Juni 2020 fand sachsenweit der „Tag der Schmetterlingswiesen“ statt – einige dieser Flächen wurden dabei vorgestellt, auch der NABU Leipzig hatte zu Veranstaltungen eingeladen.

Am Freitag wurden die Schmetterlinge auf der NABU-Streuobstwiese in Knauthain untersucht. Mitarbeiterinnen der NABU-Naturschutzstation stellten mehrere Schmetterlingsarten vor, wie Kleiner Kohlweißling, Kleines Wiesenvögelchen und Großes Ochsenauge, Zünsler und Schachbrettfalter.

Am Samstag standen die Insekten auf dem NABU-Biotop Plaußig im Mittelpunkt. Vormittags trafen sich sieben Kinder und ihre Familien zum Erwerb des „Insektenpasses“. Diese Veranstaltung fand im Rahmen der NAJU-Reihe „Naturschutzdiplom“ statt. Birgit Peil, Umweltpädagogin der NABU-Naturschutzstation, vermittelte Wissenswertes über die sechsbeinigen Wesen, die Teilnehmer konnten sich in vielen spielerischen Angeboten ausprobieren. Nachmittags kamen noch einige Anwohner hinzu, die sich über das Projekt „Blühende Wiesen für Sachsens Schmetterlinge“ informieren wollten und sich dafür interessierten, wie man selbst eine Blühwiese anlegt.


„Verwaiste“ Vogelkinder und „aggressive“ Eltern?

Jedes Jahr gibt es Missverständnisse zwischen Mensch und Krähe

Junge Krähe in der Wildvogelhilfe des NABU Leipzig. Foto: NABU Leipzig
Junge Krähe in der Wildvogelhilfe des NABU Leipzig. Foto: NABU Leipzig

Wenn junge Krähen das Nest verlassen, unternehmen sie noch unsicher ihre ersten Schritte und Flugversu­che. Es ist ganz normal, dass sie eine Zeit am Boden leben und erst nach einigen Tagen Flugübungen in der Lage sind, sicher Äste auf Bäumen anzusteuern. Deshalb werden sie von ihren Eltern auch außerhalb des Nests versorgt und beschützt. Infolgedessen gibt es Jahr für Jahr für wenige Wochen Aufregung: Wenn die Vogeleltern Passanten als Bedrohung für die Jungvögel wahrnehmen, kann es zu Scheinangriffen kommen. Einige fühlen sich an Gruselfilme erinnert, obwohl das Verhalten der Kräheneltern keine ernsthafte Bedrohung für Menschen darstellt. Andere Menschen entdecken die scheinbar verwaisten Jungtiere und nehmen sie mit nach Hause, was schwerwiegende Folgen für die Vogelkinder hat. Der NABU Leipzig möchte über die Hintergründe informieren, um zu einem guten Miteinander von Mensch und Tier beizutragen.  Die zunehmende Zerstörung der Stadtnatur verschärft die Probleme. Weiterlesen


Trinkstelle für Vögel

Hilft bei Trockenheit auch Insekten, Igeln und Co.

Foto: NABU Leipzig
Foto: NABU Leipzig

Nach zwei Dürresommern gibt es auch jetzt schon wieder ein Niederschlagsdefizit. Negativ machen sich Flächenversiegelung und Klimawandel bemerkbar. Unter der Trockenheit leiden Wildtiere, denen man mit einer Trinkhilfe Wasser anbieten kann. Dabei sollte man aber zum Schutz der Tiere einige Regeln beachten. Oberstes Gebot ist Hygiene, wichtig ist außerdem die Sicherheit vor Beutegreifern, und man muss verhindern, dass Tiere im angebotenen Wasser ertrinken. Empfehlenswert sind flache Wasserschalen, die man im Garten oder Park oder auf dem Balkon leicht aufstellen kann. Weiterlesen


Vogelzählung zum Mitmachen

Stunde der Gartenvögel vom
8. bis 10. Mai 2020

Jedes Jahr im Mai lädt der NABU zur großen Vogelzählung ein. Menschen in ganz Deutschland sind dann aufgerufen, eine Stunde lang Vögel in der unmittelbaren Umgebung zu beobachten und die Ergebnisse dem NABU zu melden. So werden wertvolle Informationen für den Vogelschutz gesammelt.

 

Der NABU-Regionalverband Leipzig bietet alljährlich am Aktionswochenende Exkursionen zur Stunde der Gartenvögel an, leider müssen aufgrund der Corona-Epidemie in diesem Jahr diese Veranstaltungen ausfallen. Dennoch kann sich jeder selbst an der Aktion beteiligen, die sich auch in Corona-Zeiten bestens zum Mitmachen eignet. Weiterlesen



Leipziger Auwaldart des Jahres 2020

Das Leipziger Windröschen (Anemone x lipsiensis)

Das Leipziger Windröschen - Leipziger Auwaldart 2020

Eigentlich ist der Tag des Leipziger Auwaldes am 16. April ein seit 1995 festgesetzter Termin, um eine besonders bemerkenswerte Art des Auwaldes als Auwaldtier oder Auwaldpflanze des Jahres zu präsentieren. Leider musste die Veranstaltung in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie zum ersten Mal abgesagt werden. Dennoch wurde die Leipziger Auwaldart des Jahres 2020 bekannt gegeben: das Leipziger Windröschen (Anemone x lipsiensis). Das blassgelb blühende Leipziger Windröschen entsteht als Hybrid (Wildbastard) unter speziellen genetischen Bedingungen aus dem Gelben Windröschen (Anemone ranunculoides) und dem weit verbreiteten weißblühenden Buschwindröschen (Anemone nemorosa). Entdeckt wurde es in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Leipziger Auwald. Obwohl es sich nicht um eine Art handelt, sondern um einen Hybriden, ist die Pflanze schützenswert. Weiterlesen


Das Naturschutzdiplom

NABU Leipzig startet Veranstaltungsreihe für Kinder

Erdkröten auf Wanderschaft am gefährlichen Straßenrand. Foto: Wolf-Rüdiger Große
Erdkröten auf Wanderschaft am gefährlichen Straßenrand. Foto: Wolf-Rüdiger Große

In diesem Jahr geht es für interessierte Kinder regelmäßig auf Entdeckungstour. Zu jahreszeitlich unterschiedlichen Themen vermittelt der NABU Leipzig Interessantes über die Natur in Leipzig und was man für ihren Schutz tun kann. Auf dem Programm stehen Informationen über Fledermäuse, Insekten und Vögel, es geht aber auch um das Leben im Boden oder um die Lebensräume, die leider mehr und mehr verschwinden. Am Ende jeder Veranstaltung gibt es ein „Zertifikat“ für die Teilnehmer und am Ende aller Veranstaltungen das „Naturschutzdiplom“. Die jungen Experten sollen damit direkt an die Arbeit des NABU im Biotop- und Artenschutz herangeführt werden, oder sie werden anschließend selbst in der Naturschutzjugend aktiv. Damit erlebt auch die traditionsreiche NAJU-Kindergruppe „Parthefrösche“ einen Neustart.

Anmelden können sich Kinder ab 8 Jahren, aber auch Eltern und andere Interessenten sind herzlich willkommen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Organisiert wird die Veranstaltungsreihe von Birgit Peil, Umweltpädagogin der NABU-Naturschutzstation Stadt und Aue Leipzig, teilweise in Kooperation mit der Naturschutzstation Parthenaue.

 

Führerschein für Parthefrösche

 

Die Veranstaltungsreihe startete am 15. März 2020 mit dem „Krötenführerschein“. Dabei wurden auch die Aktivitäten des NABU zum Amphibienschutz vorgestellt. Weiterlesen  


Wildbienen

Tipps zur Förderung der fleißigen Insekten

Hosenbiene. Foto: NABU/Hans-Jürgen Sessner
Hosenbiene. Foto: NABU/Hans-Jürgen Sessner

Mehr als 500 Wildbienenarten gibt es in Deutschland, aber ihre Lebensräume werden mehr und mehr vernichtet, womit sich der Mensch selbst schadet, denn die fleißigen Bienen sind für die Bestäubung unzähliger Kultur- und Wildpflanzen unverzichtbar. Um sie zu schützen, ist an vielen Stellen ein Umsteuern nötig, denn die Bienen finden nicht genug Nahrung und kaum noch geeignete Nistplätze, zudem leiden sie unter Umweltgiften.

 

Am 4. März 2020 hat der NABU Leipzig darüber informiert, welche Bienenarten bei uns leben und wie man sie schützen und fördern kann. Sabrina Rötsch, Sachverständige für Hautflüglerarten, hat mit ihrem Vortrag Vertreter der Hohlraum-, Markstängel-, Steilwand- und Morscholzbewohner sowie Erdnister und Hummeln vorgestellt, sie hat über die Bedürfnisse dieser Insekten informiert, über Probleme und Hilfsmöglichkeiten. Dabei gab es viele Praxistipps, beispielsweise zur Anlage von Blühflächen, Insektennisthilfen oder zur naturnahen Gartengestaltung. Die Veranstaltung im Naturkundemuseum Leipzig war außerordentlich gut besucht, die Teilnehmer hatten viele Fragen und im Anschluss an den Vortrag gab es noch lange Diskussionen. Weiterlesen 


Mitmachen beim Amphibienschutz

NABU hilft wandernden Kröten und Fröschen über die Straße

Amphibienschutzzaun in Plaußig wurde rechtzeitig vor der Laichsaison aufgebaut. Foto: NABU Leipzig
Amphibienschutzzaun in Plaußig wurde rechtzeitig vor der Laichsaison aufgebaut. Foto: NABU Leipzig

Mitte Februar wurden die ersten wandernden Amphibien gemeldet, das ist aufgrund des ausbleibenden Winterwetters deutlich früher als in den Vorjahren. Dennoch sorgen Kältephasen immer wieder für einen Wanderstopp, doch sobald es die Witterung erlaubt, machen sich die Tiere auf den Weg. Der NABU bittet daher Autofahrer, aber auch Fahrradfahrer und Spaziergänger um Rücksicht auf die Tiere, damit sie auf Straßen und Wegen nicht überfahren oder zertreten werden. Um darauf aufmerksam zu machen und die Menschen zu informieren hängt der NABU Leipzig wieder Hinweisschilder an verschiedenen Park- und Waldwegen in der Nähe von Laichgewässern auf. In Plaußig hat der NABU einen Amphibienleitzaun aufgebaut, um die Tiere an einer weniger befahrenen Stelle über die Straße zu leiten. An verschiedenen Wanderschwerpunkten im ganzen Stadtgebiet werden Amphibienretter des NABU Leipzig die Tiere einsammeln und sicher über die gefährliche Straße bringen. Wer dabei mitmachen möchte, ist herzlich eingeladen – jeder kann mitmachen und Amphibienleben retten! Weiterlesen


Arbeitseinsatz im Mariannenpark

Neue Quartiere für Wildtiere

Fotos: René Bauer

 

Mit der Idee im fortschreitend verdichteten Stadtteil Schönefeld neue Lebensräume entstehen zu lassen, kooperieren seit diesem Jahr NABU und Stadtteilmanagement-Schönefeld. Am 24. Oktober 2019 gab es einen ersten gemeinsamen Arbeitseinsatz, mit Naturfreunden der AG Grün in Schönefeld und dem NABU Leipzig. Im Mariannenpark wurden im Wäldchen neben dem Schloss Schönefeld 12 neue Fledermausquartiere in unterschiedlicher Bauweise an Bäumen montiert. Am 8. Dezember folgte ein zweiter Arbeitseinsatz im Mariannenpark, um noch 20 neue Nistkästen für verschiedene Vogelarten aufzuhängen. Weiterlesen


Pflanzaktion bei Gottscheina

Foto: Ludo Van den Bogaert
Foto: Ludo Van den Bogaert

Seit inzwischen fünf Jahren findet immer Anfang November die Pflanzaktion des NABU statt. Nach Pflanzungen in Hohenheida und Plaußig wurde am 9. November am Feldweg zwischen Gottscheina und der Alten Salzstraße gepflanzt. Alte Apfelsorten wie Goldparmäne und Boskop, hochstämmige Pflaumenbäume, Rotdorn und Eichen kamen in die Erde. Begrünte und wiederbelebte Wegränder bieten vielen bedrohten Tierarten Schutz- und Wanderungs­möglichkeiten, schützen die Felder vor Winderrosion und sichern somit die Bodenqualität. Weiterlesen


Bau einer „Igelbude“

NABU-Workshop im Deutschen Kleingärtnermuseum

Am 9. November war der NABU Leipzig zu Gast im Entdeckergarten des Deutschen Kleingärtner­museums und gab Informationen zum Bau einer „Igelbude“ . Ein solcher Tierwohnungsbau ist immer nur eine Notmaßnahme, das wichtigste Anliegen ist der Erhalt der natürlichen Lebensräume, die leider knapp werden. Grund dafür ist Rücksichtslosigkeit, denn oft wären die Lebensraumverluste vermeidbar. Viele Interessierte, kleine und große Naturfreunde, sind gekommen, um gemeinsam ein Igelquartier zu bauen. Dabei hat der NABU über die Lebensweise der Igel informiert und seine Ansprüche an ein Ganzjahres­quartier erläutert. Nun kann ein Igel in die sichere, gut isolierte neue Wohnung einziehen. Weiterlesen

Bezugsfertige Igelwohnung. Foto: Babett Hüther
Bezugsfertige Igelwohnung. Foto: Babett Hüther


Gemeinsamer Arbeitseinsatz für ein Laichgewässer

Schulteich des Gustav-Hertz-Gymnasiums gerettet

Fotos: NABU Leipzig

 

Im 1997 angelegten Teich im Schulhof des Gustav-Hertz-Gymnasiums in Paunsdorf hatte sich im Laufe der Jahre viel Faulschlamm abgelagert, der Teich drohte umzukippen und zuzuwachsen. Deswegen wandte sich die Schulleitung an den NABU mit der Bitte, das etwa 100 Quadratmeter große Biotop zu retten. Weil sich niemand für die Sanierung verantwortlich fühlte, sollte der Teich zuletzt sogar verfüllt werden. Am Reformationstag trafen sich 20 Schüler, Eltern, Lehrer und NABU-Aktive zur Teichsanierung. Durch die große Anzahl der Helfer und die gute Planung und Vorbereitung der Aktion konnte die Arbeit in 5 Stunden geschafft werden. Der nächste anhaltende Regen wird den Teich wieder füllen. Damit ist ein Amphibienlaichgewässer in Paunsdorf gerettet. Weiterlesen


Für Rotbauchunke und Co.

Feuchtwiesenmahd an den Papitzer Lachen

Eine Rotbauchunke wollte es sich im Schnittgut gemütlich machen. Foto: Ludo Van den Bogaert
Eine Rotbauchunke wollte es sich im Schnittgut gemütlich machen. Foto: Ludo Van den Bogaert

Am 19. und 20. Oktober versammelten sich fleißige Naturschutzmacher, um mit Motorsense und Rechen eine Feuchtwiese an den Papitzer Lachen zu pflegen. Durch die Mahd wird die Fläche vor Verbuschung geschützt, zugleich werden mit dem Mahdgut auch Nährstoffe entfernt. Das trockene Jahr und die kontinuierliche Pflege sorgten dafür, dass die Arbeit recht schnell voran ging. Beinahe hätten die neun Helfer trotz Nieselregens alles schon am ersten Arbeitstag geschafft, ließen dann aber für die elf Einsatzkräfte am zweiten Arbeitstag doch noch rund ein Drittel stehen. Die Vegetation erwies sich als weniger hoch, verfilzt und nass als in manchen Vorjahren. Für besonderes Aufsehen sorgte eine Rotbauchunke, die am Rande der Wiese gefunden wurde, wo Mahdgut mehrerer Jahre einen Komposthaufen bildet. Den hatte sich der Lurch offenbar als Winterquartier auserkoren. Der NABU Leipzig bedankt sich bei allen fleißigen Helfern und Unterstützern! Weiterlesen


EuroBirdwatch 2019

Zugvogelbeobachtung an den Schönauer Lachen

Vogelbeobachtung an den Schönauer Lachen. Fotos: Beatrice Jeschke

 

Zum Höhepunkt des Vogelzuges über Deutschland ruft der NABU jedes Jahr zur Vogelbeobachtung auf. Im Rahmen des „EuroBirdwatch“ kann man dann vielerorts gemeinsam mit Experten die Vögel beobachten, die in Schwärmen ziehen oder auf dem Zug rasten. Auch die NABU-Naturschutzstation Leipzig hat sich daran beteiligt – Naturfreunde waren am 6. Oktober 2019 zur Vogelbeobachtung an den Schönauer Lachen eingeladen. Eine kleine Gruppe von sechs Vogelfreunden fand sich am nebligen Morgen ein. Doch der Dunst verzog sich bald und das goldene Oktoberwetter war bestens für die Vogelbeobachtung geeignet. Weiterlesen


Sensen für Insekten

Wiesenmahd in Plaußig und Knauthain

Foto: Ludo Van den Bogaert
Foto: Ludo Van den Bogaert

Die NABU-Streuobstwiese Knauthain wird im Rahmen des sachsenweiten Tagfalterprojekts „Puppenstuben gesucht“ insektenfreundlich gepflegt. Dazu gehört auch eine Herbst-Mahd, die in diesem Jahr am 29. September stattfand. Zur Einführung gab es einen Sensenkurs, bei dem der Umgang mit dem traditionellen Arbeitsgerät vermittelt wurde. Vierzehn Helfer waren gekommen und hatten es angesichts der widerstandsfähigen Vegetation nicht leicht. Auch von Wildschweinen umgewühlte Erde erschwerte die Mäharbeiten auf der Streuobstwiese. Bereits an den Tagen zuvor wurde an gleich zwei Terminen auch das NABU-Biotop Plaußig gemäht, das ebenfalls im Rahmen des Schmetterlingswiesenprojekts gepflegt wird. Weiterlesen


Müllsammlung am Elsterbecken

NABU-Aktion am Internationalen Küstenreinigungstag

Foto: René Sievert
Foto: René Sievert

Am 21. September 2019 beteiligte sich der NABU Leipzig am Internationalen Küstenreinigungstag (ICCD). 30 fleißige Naturtäter kamen, um bei idealem Spätsommerwetter den Müll am Elsterbecken einzusammeln. Gesammelt wurde zwischen Jahnallee und Palmengartenwehr an beiden Ufern. Innerhalb von zwei Stunden kamen dabei rund 200 Kilogramm Müll zusammen. Um auch Unrat direkt aus dem Gewässer besser bergen zu können, waren in diesem Jahr erstmals zwei Kajaks im Einsatz – diese Paddelboote wurden freundlicherweise vom Bootsverleih am Klingerweg für die Aktion kostenlos zur Verfügung gestellt. Der NABU bedankt sich herzlich dafür! Weitlesen


Herbstbegehung am Burgauenbach

Zu den Tieren im Burgauenbach gehören auch Wasserskorpione, eine Insektenart aus der Ordnung der Wanzen. Foto: Beatrice Jeschke
Zu den Tieren im Burgauenbach gehören auch Wasserskorpione, eine Insektenart aus der Ordnung der Wanzen. Foto: Beatrice Jeschke

Wenig Müll, viele Tiere

 

Die Naturschutzjugend hat eine Gewässerpatenschaft für den Burgauenbach und kontrolliert mehrmals im Jahr den Zustand des Fließgewässers. Am 7. September 2019 fand die Herbstbegehung satt. Mitstreiter von NAJU und NABU kontrollierten die Durchflussstellen westlich der Gustav-Esche-Straße, Verstopfungen wurden beseitigt und Müll aufgesammelt.  Ein Sack und ein Eimer mit Glas kamen zusammen, eine vergleichsweise geringe Menge Müll. Vier Stunden dauerte die Tour durch das Naturschutzgebiet Burgaue, unterwegs konnte man viele tierische Bewohner sehen oder hören. Weiterlesen


Heilpflanzen auf der Streuobstwiese

Die NABU-Streuobstwiese Knauthain wird im Rahmen des sächsischen Tagfalterprojekts „Puppenstuben gesucht“ insektenfreundlich gepflegt. Foto: René Sievert
Die NABU-Streuobstwiese Knauthain wird im Rahmen des sächsischen Tagfalterprojekts „Puppenstuben gesucht“ insektenfreundlich gepflegt. Foto: René Sievert

Kräuter gehören nicht nur in die Küche, sondern auch auf die Streuobstwiese. Nicht alle Kräuter sind Gewürzpflanzen, viele kann man aber dennoch auf vielfältige Weise nutzen, oder sie erfüllen ihre wichtige Funktion im Naturhaushalt, sind zum Beispiel Nahrung für Insekten. Der NABU Leipzig hatte am 25. August 2019 zur Kräuterexkursion eingeladen, dabei wurden nützliche Kräuter auf der NABU-Streuobstwiese Knauthain vorgestellt. Weiterlesen  


Fledermausnacht

Batnight 2019 im Zaubergarten

Fledermausnacht im Zaubergarten Stötteritz. Foto: Ludo Van den Bogaert
Fledermausnacht im Zaubergarten Stötteritz. Foto: Ludo Van den Bogaert

Die internationale Batnight findet jedes Jahr statt, um über Fledermäuse zu informieren und für ihren Schutz zu werben. In ganz Deutschland bietet der NABU zu diesem Anlass zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen an. Daran beteiligte sich auch der NABU Leipzig mit einer Fledermausnacht im Zaubergarten Stötteritz.

 

Zum Beginn informierte ein Vortrag über die fliegenden Säugetiere. Dabei wurde deutlich, wie sehr sich der Erhaltungszustand der heimischen Arten in den vergangenen Jahrzehnten verschlechtert hat, was ein Indikator ist für den verschlechterten Zustand der natürlichen Lebensräume insgesamt. Empört zeigten sich einige Zuhörer, dass Rechtsverstöße und die Beseitigung von Fledermausquartieren, auf die der NABU immer wieder hinweist, von den zuständigen Behörden meist nicht geahndet und verhindert werden.

 

Rund 80 Gäste waren zur Batnight im Zaubergarten gekommen, darunter etwa 20 Kinder. Mit etwas Mühe passten sie alle in den Veranstaltungsraum oder fanden ein Plätzchen im Vorraum. Einige Fans verfolgten den Vortrag sogar von draußen durch die geöffneten Fenster.

 

Spannend war anschließend die Fledermausexkursion nach Sonnenuntergang. Mit Hilfe des Fledermausdetektors konnten im dunklen Zaubergarten mehrere Fledermausarten nachgewiesen werden, die man mit dem Gerät bei der nächtlichen Jagd auf Insekten belauschen konnte. Anhand der unterschiedlichen Ultraschalllaute kann man die verschiedenen Arten unterscheiden. Einige Fledermäuse konnte man auch fliegen sehen. Weiterlesen


Insektensommer

Deutschlandweit wurden die Insekten gezählt

Unter dem Motto „Zählen, was zählt“ fand auch 2019 wieder deutschlandweit der Insektensommer statt.

Naturfreunde waren auch im zweiten Jahr der Aktion aufgerufen, die Summer, Brummer und Krabbler in ihrer Umgebung zu beobachten und online zu melden. Ziel des Insektensommers ist es, auf die enorme Bedeutung der Insekten aufmerksam zu machen und für den Schutz dieser Tiergruppe zu sensibilisieren. Jeder kann mithelfen, Daten zur Artenvielfalt und Häufigkeit der Insekten zu sammeln. Beobachten und zählen kann man fast überall, das Beobachtungsgebiet sollte jedoch nicht größer sein als etwa zehn mal zehn Meter. Gezählt wird eine Stunde lang.

 

Die NABU-Naturschutzstation hatte Insektenfreunde zu gemeinsamen Zählaktionen eingeladen. Dafür gab es Veranstaltungen in den beiden Zählperioden im Juni und August. Dabei stellte der NABU Leipzig seine Aktivitäten für den Schutz von Insektenlebensräumen vor. Die erste gemeinsame Zählung fand am 6. Juni statt, die zweite am 10. August. Weiterlesen 


Gottesanbeterin ist in Sachsen angekommen

Beobachtungen bitte melden!

Die Gottesanbeterin fühlt sich auf sonnigen, trockenen, warmen Flächen mit lockerer Vegetation wohl. Männchen werden etwa 6, Weibchen mehr als 7 Zentimeter groß. Foto: Sandra Malz/ naturgucker.de
Die Gottesanbeterin fühlt sich auf sonnigen, trockenen, warmen Flächen mit lockerer Vegetation wohl. Männchen werden etwa 6, Weibchen mehr als 7 Zentimeter groß. Foto: Sandra Malz/ naturgucker.de

Die Gottesanbeterin ist ein Insekt, um das sich viele Mythen ranken. Die Fangschrecke hat das Aussehen eines Alien und tatsächlich ist sie hier ursprünglich nicht zuhause.  Die Art stammt aus Afrika, hat aber in den vergangenen Jahrhunderten weite Teile Eurasiens und sogar Nordamerikas erobert. Zum Teil wurde sie von Menschen dorthin verschleppt, aber die Art profitiert bei ihrer Ausbreitung auch vom Klimawandel. Aufgrund der steigenden Temperaturen wird sie sich vermutlich weiter Richtung Norden ausbreiten. Auch im Raum Leipzig wird die Gottesanbeterin seit einigen Jahren beobachtet. Um mehr über das Insekt zu erfahren, hat das NABU-Naturschutzinstitut Leipzig alle Naturfreunde aufgerufen, Beobachtungen der Fangschrecke zu melden. Um diese Aktion vorzustellen und um über das interessante Insekt und seine Lebensweise zu informieren, hatte der NABU Leipzig am 7. August 2019 zum Vortragsabend eingeladen. Weiterlesen


Leipziger Mauerseglertag 2019

Vogelzählung und Informationsveranstaltungen am 7.7.

Um über die Lebensweise und Bedürfnisse der Mauersegler aufzuklären und ihre Brutstätten besser zu schützen, veranstaltet der NABU Leipzig jedes Jahr am 7.7. den Mauersegler-Aktionstag mit verschie­denen Informationsangeboten. Außerdem sind die Menschen aufgerufen, sich an der stadtweiten Zählung von Mauerseglern und Schwalben zu beteiligen. Auch in diesem Jahr fand wieder eine Exkursion zu einer Mauersegler-Brutkolonie statt. Außerdem konnten die Teilnehmer eine Pflegestelle für in Not geratene Mauersegler besuchen. Man konnte die ehrenamtliche Arbeit in der Station kennenlernen, die zeitaufwändig ist und Übung erfordert. Weiterlesen 


Gutspark Paunsdorf eröffnet

NABU hat den wertvollen Lebensraum mitgestaltet

Im Park gibt es trotz Nutzung weitläufige Rückzugsbereiche und Unterschlupfmöglichkeiten für heimische Wildtiere. Foto: NABU Leipzig
Im Park gibt es trotz Nutzung weitläufige Rückzugsbereiche und Unterschlupfmöglichkeiten für heimische Wildtiere. Foto: NABU Leipzig

Am 20. Juni 2019 wurde der naturnah neugestaltete Gutspark Paunsdorf der Öffentlichkeit zur Nutzung übergeben. Erstmals war der NABU Leipzig nicht nur an einem solchen Projekt beteiligt, sondern die Vorschläge wurden nahezu komplett umgesetzt – ein schöner Erfolg für die NABU-Naturschutzstation! Es entstanden weitläufige Rückzugsbereiche für heimische Wildtiere, Igelquartiere, mehrere  Stein- und Totholzhaufen, mehrere Benjeshecken und Strauchanpflanzungen. So bleibt der Lebensraum für Tiere und Pflanzen trotz Nutzung erhalten. Neue Nisthilfen für Vögel und Fledermauskästen werden einigen tierischen Bewohnern bald ein Zuhause bieten. Die anderen wohnen in Totholz, Hecken und Sträuchern – Strukturen, die erhalten und umfangreich neu geschaffen wurden. Der NABU Leipzig bedankt sich für die beispielhafte Zusammenarbeit und hofft, dass auch bei anderen Vorhaben frühzeitig an Naturschutzbelange gedacht wird, denn leider ist meist das Gegenteil zu beobachten! Weiterlesen 


Bäume und Sträucher im Eutritzscher Park

Exkursion mit dem NABU Leipzig

Am Freitag, 14. Juni 2019, fand im Eutritzscher Park ein gehölzkundlicher Rundgang mit Manfred Reichertz statt. Er hat verschiedene Bäume und Sträucher vorgestellt und es gab interessante Informationen zu den Gehölzen. Weiterlesen

Fotos: Beatrice Jeschke


Mondschein über dem Südfriedhof

NABU-Abendveranstaltung zum Wave-Gotik-Treffen 2019

Foto: Ludo Van den Bogaert
Foto: Ludo Van den Bogaert

Am Pfingstwochenende fand in Leipzig wieder das Wave-Gotik-Treffen statt. Nach Angaben der Veranstalter kamen in diesem Jahr rund 21.000 Teilnehmer nach Leipzig. Eine feste Größe im Rahmenprogramm des WGT ist inzwischen die Abendexkursion des NABU Leipzig auf dem Südfriedhof. Sie fand 2019 zum fünften Mal statt und lockte fast 200 Teilnehmer an. Auf dem Rundgang gab es Informationen zur Natur auf dem Südfriedhof und zum NABU-Projekt „Lebendige Friedhöfe“. Pünktlich zum Sonnenuntergang erreichte die Gruppe das Krematorium, wo der zweite Teil der NABU-Veranstaltung eingeläutet wurde – der Fledermausabend.  Weiterlesen